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Heimpleite am 1. Advent: SpVg. Porz - SSV Merten 0:3

Lange Zeit stemmte sich die SpVg. Porz entschlossen gegen die dritte Niederlage in Folge. Über mehr als eine Stunde blieb die Partie völlig offen, doch am Ende setzte sich der SSV Merten mit 3:0 durch. Während die Gäste damit auf Platz fünf springen, rutscht Porz auf Rang zwölf ab.

 

Trainer Jonas Wendt sah sein Team zunächst „ein Stück weit auf Augenhöhe“. Porz traf in einer starken Phase sogar die Unterkante der Latte, während Schlussmann Markus Wollnik mehrfach herausragend parierte. Wendt sprach von einem „typischen 0:0-Spiel“, in dem Merten zwar mehr Ballbesitz hatte, „aber nicht wirklich zwingend“ wurde.

 

Auch Mertens Coach Bünyamin Kilic bestätigte einen weitgehend ausgeglichenen ersten Durchgang – haderte aber mit liegen gelassenen Großchancen, darunter eine Szene, in der seine Mannschaft „das praktisch leere Tor“ verpasste. Zwischen der 30. und 40. Minute hatte Porz dann seine stärkste Phase mit zwei guten Gelegenheiten.

 

Nach der Pause kippte das Spiel zusehends. Porz fand kaum noch Entlastung, hielt Merten aber zunächst weiterhin vom Torerfolg ab – bis ein ungestümes Einsteigen im Strafraum die Partie öffnete. Wendt nannte das Foul eines jungen Spielers „C-Jugendverhalten“, ohne ihm einen Vorwurf machen zu wollen. Der fällige Strafstoß wurde durch Michael Okoroafor sicher verwandelt (72.).

 

Nur sechs Minuten später folgte der nächste Rückschlag: Ein zu kurzer Rückpass ermöglichte Emirhan Özen das 0:2 (78.). „Ein kapitaler Schnitzer, der uns völlig das Genick bricht“, so Wendt. In der 83. Minute legte Merten nach – erneut nach starker Vorarbeit von Özen traf Abdenbi Oubelkhiri zum 0:3.

 

Kilic lobte besonders seine Einwechselspieler: „Alle haben voll gegriffen.“ Neben Özen sorgte auch Monir Hassan für neuen Schwung.

 

Wendt zeigte sich trotz Enttäuschung fair: „Der Schiedsrichter hat ein gutes Spiel gemacht.“ Lediglich eine strittige Situation vor einer möglichen Porzer Torchance störte ihn. Schwer wog zudem die frühe Verletzung von Buhari-Ibn Tusina, den Wendt als „Schlüsselspieler“ bezeichnete.

 

Kilic betonte im Anschluss, wie schwer Spiele in Porz traditionell seien: „Hier sind schon einige gestolpert.“ Umso mehr freute er sich über den erkämpften Auswärtssieg – räumte aber ein, dass das Spiel auch anders hätte laufen können: „Wenn Etienne Kamms Lattentreffer reingeht, wird es extrem eklig.“

 

Lange sah alles nach einem 0:0 aus – zwei Mannschaften, die sich neutralisierten, viel Kampf, wenig klare Aktionen. Doch am 1. Advent verteilte unsere SpVg. leider vorzeitige „Geschenke“. Ein unnötiges Foul, ein grober Fehlpass und ein sauber ausgespielter Konter entschieden am Ende eine Partie, die lange offen war.

 

Aufstellung SpVg. Porz:

Markus Wollnik (TW), André Rosteck, Metin Kizil, Marciano Aziz, Buhari Ibn Tusina (37. Fabian Cordes), Daniel Spiegel, Etienne Kamm, Baran Tatu (56. Raphael Kaik, 79. Ibrahim Hajri), Luca Fünfzig, Eungyu Kim, Tomislav Mrkalj (79. Gero Pletto)

 

Tore SpVg. Porz:

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Veröffentlichung

Mo, 01. Dezember 2025

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