Den Sieg aus der Hand gegeben: TuS BW Königsdorf - SpVg. Porz 3:2
Die SpVg. Porz erlebte am Sonntag beim TuS BW Königsdorf einen Nachmittag, den man schnell vergessen möchte. Über 80 Minuten hatte die Elf von Trainer Jonas Wendt das Spiel fest im Griff, führte souverän mit 0:2 – und stand am Ende dennoch mit leeren Händen da. In einer dramatischen Schlussphase kassierten die Porzer innerhalb von nur zehn Minuten drei Gegentreffer und verloren völlig unnötig mit 3:2.
Von Beginn an zeigte sich Porz spielbestimmend, ließ Ball und Gegner laufen und stand defensiv äußerst stabil. Königsdorf fand kaum Mittel, um die gut organisierte Porzer Defensive in Bedrängnis zu bringen. Nach mehreren gut vorgetragenen Angriffen war es schließlich Metin Kizil, der in der 38. Minute mit einer starken Einzelleistung für die verdiente Führung sorgte. Nach einem energischen Dribbling setzte er den Ball präzise in die lange Ecke – ein sehenswerter Treffer, der die Überlegenheit der Gäste unterstrich.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Porz die klar dominierende Mannschaft. Die Wendt-Elf kombinierte sicher, kontrollierte das Geschehen und ließ kaum Zweifel daran, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Als erneut Metin Kizil mit einem platzierten Flachschuss das 0:2 erzielte (73.), schien die Partie endgültig entschieden. Zu souverän und abgeklärt agierten die Gäste bis dahin.
Doch die letzten Minuten sollten zum Albtraum werden. Nach dem überraschenden Anschlusstreffer der Gastgeber in der 83. Minute verlor Porz völlig den Faden. Königsdorf witterte seine Chance und drehte das Spiel mit zwei weiteren Treffern in der 90. und 90.+2 Minute – drei Tore in weniger als zehn Minuten, die den Gästen das Genick brachen.
Trainer Jonas Wendt zeigte sich nach dem Schlusspfiff fassungslos: „Es ist nicht zu erklären, dass wir innerhalb von nicht einmal 10 Minuten drei Tore kassieren – mehr oder weniger aus dem Nichts. Jedes Mal gingen katastrophale individuelle Fehler voraus, die uns auf diesem Niveau einfach nicht passieren dürfen.“
Nach einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung stand die SpVg. Porz am Ende mit leeren Händen da – eine bittere Erfahrung, die man schnell verarbeiten muss. Der verpasste Sieg schmerzt doppelt, denn die Mannschaft hatte sich bis zur 80. Minute in guter Form präsentiert und das Spiel klar dominiert.
Nun gilt es, die Lehren aus diesem Rückschlag zu ziehen und im kommenden Heimspiel gegen den SV Hohkeppel wieder ein anderes Gesicht zu zeigen. Mit der Leistung der ersten 80 Minuten von Königsdorf kann Porz optimistisch nach vorne blicken – vorausgesetzt, die Konzentration bleibt diesmal bis zum Schlusspfiff bestehen.
Aufstellung SpVg. Porz:
Markus Wollnik (TW), André Rosteck, Tomislav Mrkalj (90. Simon Zinzius), Metin Kizil (87. Gero Pletto), Marciano Aziz (85. Noah Cain), Buhari Ibn Tusina, Lars Rolle, Shin-Young Hwang, Luca Fünfzig (63. Etienne Kamm), Raphael Kaik (66. Niklas Heidemann), Eungyu Kim
Tore SpVg. Porz:
0:1 Metin Kizil (38.)
0:2 Metin Kizil /73.)
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