Sportvereinigung Porz 1919 e. V.

Spielzeit 2017/2018


 
Unterschiedliche Halbzeiten
SpVg. Porz - VfL Rheingold Poll 2:3 (2:1)

15.04.2018:

Wie beschreibt man ein Fußballspiel, dessen zwei Halbzeiten unterschiedlicher nicht sein können? Die SpVg. Porz verlor mit 2:3 (2:1) gegen den VfL Rheingold Poll - überflüssig, unnötig, aber letztlich absolut verdient.

 

Dabei gehörte die erste Halbzeit (fast) ganz der SpVg. Porz. Mit gekonntem Flügelspiel sowohl über rechts als auch über links setzten sie die Gäste immer wieder gehörig unter Druck und belohnten sich schließlich. Okan Adas marschierte allein auf das Tor zu, scheiterte aber am Poller Keeper. Den Nachschuss traf Ladji Koulibaly gar nicht richtig, trotzdem kullerte der Ball zur Porzer Führung ins Netz (25.). Keine zwei Minuten später landete ein Flankenschlag von Ladji Koulibaly bei Baran Tatu, der ganz trocken zum zweiten Treffer der Hausherren einschob (27.). In der Folgezeit hatten die Porzer noch einige Chancen, die Führung auszubauen und eine Vorentscheidung herbeizuführen, ließen diese Möglichkeiten jedoch fast fahrlässig liegen. Als sich schon alle auf die Halbzeitpause eingerichtet hatten, kam Poll überraschend zum Anschlusstreffer. Bei diesem strammen Schuss aus 16 Metern hatte Christian Zyzniewski im Porzer Tor keine Abwehrchance (45.).

 

Dies war ein echter Wirkungstreffer. In der zweiten Halbzeit verloren die Porzer Spieler die Sicherheit und die Dominanz, die sie noch in der ersten Halbzeit ausgezeichnet hatten, von Minute zu Minute. Nach dem Ausgleich der Gäste (67.), bei dem sich die Porzer Defensive alles andere als souverän darstellte, war die Unsicherheit mit Händen zu greifen. Durch einfache fußballerische Mittel - weite Bälle und intensiver Körpereinsatz - war die SpVg. Porz zu beeindrucken. So auch beim Siegtreffer des VfL Rheingold Poll: Ein weiter Ball landete beim Poller Stürmer, der sich nicht abdrängen ließ und sehr gekonnt einnetzte (84.). Die anschließenden Angriffsbemühungen der SpVg. Porz verpufften mehr oder weniger kläglich.

 

Auch der Vorsitzende der SpVg. Porz Peter Dicke war ratlos: "Das war aus meiner Sicht in der ersten Halbzeit eine der besten Saisonleistungen, in der zweiten Halbzeit leider dann auch eine der schlechtesten. Den Leistungsabfall kann ich mir nicht erklären."

 

Aufstellung SpVg. Porz:
Christian Zyzniewksi (TW), Marc Franke, Daniel Varol, Okan Adas (74. Mike Fielen), Jan Bruns (89. Sinan Soycan), Ladji Koulibaly, Baran Tatu, Kevin Gaul, Lars Jansen, Tim Tonat (84. Kenji Yamamoto), Patrick Wafo

 

Tore SpVg. Porz:
1:0 Ladji Koulibaly
2:0 Baran Tatu

 
Umstrittene Elfmeter kosten Punktgewinn
SV Hohkeppel - SpVg. Porz 3:1 (0:0)

08.04.2018:

Die SpVg. Porz reiste als klarer Außenseiter zum Spiel gegen den SV Hohkeppel, einer der besten Mannschaften der Bezirksliga mit der zweitstärksten Offensive und stärksten Defensive der Liga. Dementsprechend selbstbewusst trat der Gastgeber auf und beherrschte das Feld, ohne aber richtig gefährlich zu werden. Zwar hatten sie einige Abschlussmöglichkeiten, verzogen aber oder scheiterten am Porzer Torhüter Lukas Tschunitsch. Im Laufe der Zeit hatten die Porzer dann einzelne, aber brandgefährliche Konterchancen. Ladji Koulibaly (12. / 25. / 44.) und Lars Jansen (14.) hätten die Gäste durchaus in Führung bringen können. Der Hohkeppeler Torhüter Sascha Nußbaum hielt jedoch überragend und verhinderte den Rückstand seines Teams.

 

Entsprechend verunsichert gingen die Hohkeppeler Spieler in die Halbzeitpause. Als dann Ladji Koulibaly mit einem Traumtor die Gästeführung erzielte (58.), war die Verunsicherung der Hausherren mit den Händen zu greifen. Aber sie konnten mit dem Bonus einer Spitzenmannschaft rechnen. Kevin Gaul ließ einen Ball ins Aus laufen, weil er annahm, einen Einwurf für sich zu bekommen. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Einwurf für Hohkeppel, der bei einem Stürmer landete, der im Strafraum von hinten mit beiden Händen von Patrick Wafo umarmt wurde - harte, aber vertretbare Entscheidung war Strafstoß für Hohkeppel. Der Strafstoß führte zum Ausgleich, wobei Lukas Tschunitsch den platzierten Ball fast noch erreicht hätte (68.). Keine drei Minuten später dann die Szene des Spiels, die nachträglich für erheblichen Diskussionsstoff sorgte und wohl vorentscheidend war. Okan Adas wurde bei einem Kopfballversuch im Mittelfeld klar gefoult, die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber stumm. Die Aktion lief weiter bis in den Porzer Strafraum, bei dem Lukas Tschunitsch seinen Gegenspieler leicht berührte und damit den zweiten Elfmeter für Hohkeppel verursachte. Es wäre nach Ansicht der meisten anwesenden Zuschauer erst gar nicht zu der Strafraumszene gekommen, wenn das Foul an Okan Adas gepfiffen worden wäre. Unverständlich auch, warum der Schiedsrichter-Assistent, der in unmittelbarer Nähe zum Geschehen stand, nicht intervenierte. Aber alle Proteste waren zwecklos, der Elfmeter kam zur Ausführung und markierte die Führung des SV Hohkeppel (71.).

 

Es spricht für die Porzer, dass sie sich nicht hängen ließen. Ladji Koulibaly verfehlte eine scharfe Hereingabe von Okan Adas sehr knapp (79.) und scheiterte mit einem Freistoß aus 20 Metern (87.). In der Schlussminute klärte Marc Franke für die nun vollends aufgerückten Porzer auf der Linie, traf bei dieser Aktion aber seinen Gegenspieler am Fuß, von dem der Ball zu endgültigen Entscheidung in Tor trudelte (90.). Anschließend war die Partie beendet.

 

"Schade, hier war mehr drin", ärgerte sich der Vorsitzende der SpVg. Porz Peter Dicke nach dem Spiel. Er sprach die fehlende Effizienz im Torabschluss an und hatte insbesondere die Aktion, die zum zweiten Elfmeter führte, im Fokus. "Aus meiner Sicht war das eine klare Fehlentscheidung. Wir haben zwar nicht nur deswegen verloren, aber es war schon eine spielentscheidende Szene.“

 

Aufstellung SpVg. Porz:
Lukas Tschunitsch (TW), Marc Franke, Daniel Varol, Nils Jansen, Okan Adas (79. Besnik Kurteshi), Jan Bruns, Ladji Koulibaly, Kevin Gaul (82. Baran Tatu), Lars Jansen, Patrick Wafo, Tim Tonat (86. Mike Fielen)

 

Tor SpVg. Porz:

0:1 Ladji Koulibaly (58.)

Jonas Wendt wird neuer Trainer der SpVg. Porz

 

Jonas Wendt wird ab dem Sommer Trainer der SpVg. Porz und Nachfolger von Ralf Fielen, der mitgeteilt hatte, das Traineramt nach der laufenden Saison zur Verfügung zu stellen.

 

 

Jonas Wendt war als Spieler u. a. für den 1. FC Köln, für Viktoria Köln, für Germania Dattenfeld und zuletzt auch für die SpVg. Porz tätig, für die er in der Aufstiegssaison 2013/2014 die Fußballstiefel schnürte. "Ich freue mich, dass sich die Gelegenheit ergeben hat, Jonas zu verpflichten", betont der Vorsitzende der SpVg. Porz Peter Dicke. "Er hat als Trainer des FC Bensberg eindrucksvoll bewiesen, dass er eine Mannschaft formen, führen und entwickeln kann. Insbesondere mit seiner Vorstellung, Fußball spielen zu lassen, passt er extrem gut zu unserem Verein.“ Mit Jonas Wendt wechselt auch sein Co-Trainer Ignazio Giambrone zur SpVg. Porz.

 
6-Punkte-Spiel
SpVg. Porz - SV Weiden 3:1 (1:0)

02.04.2018:

Für beide Mannschaften war es eine enorm wichtige Partie: Der SV Weiden wollte mit einem Sieg die Abstiegsplätze verlassen, die SpVg. Porz den Abstand nach unten halten und nach Möglichkeit sogar ausbauen - ein echtes 6-Punkte-Spiel also. Beide Mannschaften wirkten angespannt, es fehlte ihnen an Spielwitz und Überzeugung. Dennoch gingen die Hausherren früh in Führung, als ein Flachschuss von Jan Bruns überraschend im langen Eck einschlug (6.). Dennoch blieben die Porzer in der Folge lange blass, fanden nicht in einen Spielrhythmus und machten den Gästen aus Weiden das Verteidigen einfach. Nach einer halben Stunde kamen die Gäste immer besser ins Spiel, drückten die Elf von Ralf Fielen tief in die eigene Hälfte. Nur Dank einer überzeugenden Torhüterleistung von Christian Zyzniewski war es möglich, den knappen Vorsprung in die Halbzeitpause zu retten.

 

Im zweiten Durchgang traten die Gäste sogar noch williger und fokussierter auf. Bereits in der 52. Minute folgte der Ausgleichstreffer, als die Porzer Abwehr den schnellen Weidener Stürmern nur Begleitschutz gab. Nach dem Ausgleichstreffer blieben die Gäste noch einige Minuten dran, mussten dann aber ihrem laufintensiven Spiel Tribut zollen. Die SpVg. Porz drückte auf die erneute Führung. Okan Adas hatte binnen weniger Minuten gleich zweimal die Riesenchance zum Tor auf dem Fuß, setzte den Ball aber jeweils knapp über den Kasten (55., 58.). Bei der zweiten Chance brachte er sogar das Kunststück fertig, den Ball aus einem Meter (!) Entfernung über das Tor zu jagen. Dass der Fußball bei diesem Schuss auch noch zerbarst und die Luft verlor, passte zu dieser seltsamen Szene.

 


Ball kaputt, aber das Spiel gewonnen!

 

So blieb es zunächst beim Unentschieden, ehe ein Ladji-Koulibaly-Moment einmal mehr den Unterschied ausmachte. Lars Jansen wurde an der Strafraumgrenze gefoult. Ladji Koulibaly trat zum fälligen Freistoß an. Ob er nun den Einfall- und Ausfallwinkel mathematisch genau berechnet oder einfach nur Glück hatte, dass sein Ball abgefälscht wurde, sei dahin gestellt. Jedenfalls trudelte der abgefälschte Ball unhaltbar in Tor (78.).

 

In der Folgezeit warfen die Weidener mit dem Mut der Verzweiflung alles nach vor, liefen jedoch immer wieder in Porzer Konter, die nur durch Foulspiele gestoppt werden konnten. Gleich zwei Gelb-Rote-Karten gegen Weiden waren die Folge dieser Spielweise (84./87.). In der Schlussminute wollte der Weidener Schlussmann einen weiten Abschlag des Porzer Keepers Christian Zyzniewski vor dem heraneilenden Baran Tatu klären, traf aber nur die Brust des Porzer Stürmers, der anschließend keine Mühe hatte, mit dem dritten Treffer die endgültige Entscheidung herbeizuführen (90.).

 

"Es war sicher kein schönes Spiel, sondern ein hartes Stück Arbeit, sehr intensiv und sehr schwierig. Am Ende haben wir aber schon mehr Chancen als der Gegner herausgespielt und auch verdient gewonnen", fasste der Vorsitzende der SpVg. Porz Peter Dicke die Partie zusammen.

 

Aufstellung SpVg. Porz:
Christian Zyzniewski (TW), Marc Franke, Daniel Varol, Nils Jansen, Okan Adas (87. Mike Fielen), Jan Bruns (68. Baran Tatu), Ladji Koulibaly, Kevin Gaul, Lars Jansen, Patrick Wafo, Tim Tonat

 

Tore SpVg. Porz:
1:0 Jan Bruns (6.)
2:1 Ladji Koulibaly (78.)

3:1 Baran Tatu (90.)

 
Das brutale Ende der Glückssträhne
SSV Berzdorf - SpVg. Porz 7:1 (1:0)

25.03.2018:

Als das Spiel der SpVg. Porz beim SSV Berzdorf (endlich) zu Ende war und die Porzer Spieler die Kabinen ansteuerten, waren die meisten von ihnen unansprechbar. Zu brutal las sich die Dramaturgie der zweiten Halbzeit: Gleich sechs Tore kassierten sie im zweiten Spielabschnitt nach einer eigentlich ordentlichen Leistung in der ersten Halbzeit. Und anstatt etwas mitzunehmen, standen sie mit der höchsten Saisonniederlage da. Während in den letzten Spielen das Glück und eine gnadenlose Effizienz auf der Porzer Seite waren (3 Spiele, 3 Tore, 7 Punkte), markierte diese knackige Niederlage das brutale Ende der Glückssträhne.

 

In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer eine noch einigermaßen ausgeglichene Partie, in der die Gastgeber in der 25. Minute in Führung gingen. Doch statt in der zweiten Hälfte wie erhofft eine Aufholjagd zu starten, gerieten die Porzer durch drei schnelle Tore der Hausherren (50./61./67.) uneinholbar in Rückstand. Erst jetzt und damit viel zu spät gelang Ladji Koulibaly (Foto) durch einen verwandelten Strafstoß der Anschlusstreffer (70.). Damit schien wenigstens der Angriffswirbel des SSV Berzdorf gestoppt zu sein, aber drei weitere Tore in der Schlussphase (86./89./90.+3) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

 

Der Vorsitzende Peter Dicke richtete den Blick nach vorn: "Es ist ziemlich schwierig, eine Erklärung zu finden, wenn man 1:7 verloren hat. Aber wir werden uns gemeinsam - Vorstand, Trainer und Spieler - von diesem Spiel erholen. Jeder sollte selbstkritisch mit sich umgehen. Wir müssen bereits am kommenden Wochenende zeigen, dass der Ausrutscher in dieser Form einmalig war."

 

Aufstellung SpVg. Porz:
Christian Zyzniewski (TW), Marc Franke, Daniel Varol, Nils Jansen, Okan Adas (77. Alexander Nilsson), Mike Fielen (55. Patrick Wart), Jan Bruns, Ladji Koulibaly, Baran Tatu (81. Kadirhan Basoglu), Kevin Gaul

 

Tor SpVg. Porz:
4:1 Ladji Koulibaly (70.)

 
Schwer erkämpfter erster Heimsieg in 2018
SpVg. Porz - DSK Köln 2:1 (0:0)

18.03.2018:

Der Porzer Trainer Ralf Fielen pustete durch. Das taten sämtliche Unterstützer der SpVg. Porz am Sonntag um kurz vor fünf. Der Trainer, seine Spieler und die Zuschauer wussten, dass ein seltsames Bezirksliga-Spiel durch den finalen Pfiff des ausgezeichneten Schiedsrichters Carmine Siena beendet worden war.

 

Die Porzer konnten dabei einen schmeichelhaften 2:1 (0:0)-Sieg gegen den DSK Köln feiern. "Wir hatten Glück", gab auch Vereinsvorsitzender Peter Dicke unumwunden zu, als er im Vereinsheim über das Spiel plauderte. Glück, Sinan Soyan im Sturm und Christian Zyzniewski im Tor. Das klassische Stürmertor des kurz zuvor eingewechselten Sinan Soycan zum 2:1-Siegtreffer fiel in einer Phase, als kaum noch etwas ging bei den Rothosen. Schließlich war es Christian Zyzniewski, der mit einer unglaublichen Parade in der Nachspielzeit den Sieg endgültig und auf spektakuläre Weise sicherte.

 

Die Fakten: Die SpVg. Porz schaffte den ersten Heimsieg im Jahr 2018 und blieb im dritten Spiel hintereinander ungeschlagen. Mit drei Toren aus den letzten drei Spielen wurden sieben Punkte geholt und der 11. Tabellenplatz gefestigt: Diese Bilanz stimmt, ohne dass die Mannschaft glänzen konnte. Aber darauf kam es auch nicht an.

 

Gegen die verbissen kämpfende Mannschaft des DSK Köln waren die Porzer bei sehr kalten Außentemperaturen, aber auf einem gut bespielbaren Kunstrasenplatz, in der ersten Halbzeit feldüberlegen. Die Gastgeber hatten das Spiel unter Kontrolle, konnten aber eigene Torchancen nicht nutzen. Mit ihrem ersten Angriff hatte der DSK dann eine Riesenmöglichkeit zur Führung: Von der rechten Seite wurde der Ball scharf ins Zentrum gespielt, mit sensationellem Einsatz konnte der Porzer Abwehrspieler Nils Jansen so gerade noch vor dem einschussbereiten Gästestürmer retten (32.). Ganz kurz vor der Halbzeit scheiterte Okan Adas dann freistehend am Torhüter des DSK Köln. Damit ging es torlos in die Halbzeitpause.

 

In der zweiten Halbzeit blieben die Porzer tonangebend, machten jedoch zunächst wiederum viel zu wenig aus ihrer Feldüberlegenheit. Dann schafften sie endlich die überfällige Führung: Ein langer Diagonalball von Durdu Varol landete bei Ladji Koulibaly, der noch am Gästekeeper scheiterte. Den Abpraller verwerte Okan Adas aber gekonnt zum 1:0 (74.). Dieses Tor gab den Porzern nicht die erhoffte Sicherheit, sondern weckte den DSK Köln auf. Die Mannschaft aus Neuehrenfeld ließ vergessen, dass sie auf einem Abstiegsplatz steht. Bissig in den Zweikämpfen und mit unbändiger Leidenschaft stürzte sie nun die SpVg. Porz von einer Verlegenheit in die nächste. Der zählbare Ertrag war schließlich der verdiente Ausgleich durch Tolga Kiracti (84.). "Wir haben in dieser Phase nicht gut verteidigt, damit meine ich nicht nur die Abwehr, sondern die gesamte Mannschaft", monierte Trainer Ralf Fielen, der aber nun den Siegeswillen seiner Mannschaft wieder erwachen sah. Mit fast wütenden Angriffen belagerte sie das gegnerische Tor und wurde spät belohnt. Ein langer Ball landete auf dem Kopf von Jan Bruns, der mit viel Übersicht auf den eingewechselten Sinan Soycan ablegte. Sinan Soycan stand da, wo ein Strafraumstürmer zu stehen hat, und knallte den Ball humorlos zur erneuten Porzer Führung in die Maschen (89.).

 

Nils Jansen (l.), unermüdlicher Antreiber aus der Defensive,
und Sinan Soycan (r.), Schütze des Siegtores

 

Aber noch immer war das Spiel nicht entschieden. Mit dem Mut der Verzweiflung warf der DSK Köln alles nach vorn. Eine Kopfballbogenlampe senkte sich Richtung Tor, viele der Gästespieler jubelten bereits, als Christian Zyzniewski mit einer unfassbaren Parade den Ball aus dem Knick angelte. Beim Nachschuss aus kurzer Distanz hatte er dann das Glück, das nur die Tüchtigen haben: Der Gästestürmer traf seinen eigenen Mannschaftskameraden am Kopf, von dort trudelte der Ball ins Toraus. Anschließend war das Spiel zu Ende.

 

"Der DSK hat nach verhaltenem Beginn zum Schluss richtig gut gespielt. Aber wir haben dagegen gehalten und das Siegtor erzwungen. Es war ein sehr wichtiger Sieg, ob er verdient war, das lasse ich mal dahin gestellt. Hauptsache wir haben gewonnen", fasste Peter Dicke seine Gefühle nach Spielende zusammen.

 

Aufstellung SpVg. Porz:
Christian Zyzniewski (TW), Marc Franke, Daniel Varol, Nils Jansen, Okan Adas (79. Kenji Yamamoto), Mike Fielen, Jan Bruns, Baran Tatu (75. Kadirhan Basoglu), Ladji Koulibaly (81. Sinan Soycan), Kevin Gaul, Tim Tonat

 

Tore SpVg. Porz:
1:0 Okan Adas (74.)
2:1 Sinan Soycan (89.)

 

Ralf Fielen legt zum Saisonende sein Traineramt nieder.

 

Ralf Fielen hat den Vorstand der SpVg. Porz in einem persönlichen Gespräch davon in Kenntnis gesetzt, dass er für die Saison 2018/19 nicht mehr als Cheftrainer des Bezirksligisten zur Verfügung steht. Nach drei Jahren intensiver Übungsleitertätigkeit wird er auf eigenen Wunsch eine Auszeit nehmen. Damit endet im Sommer eine für beide Seiten vertrauensvolle, loyale und erfolgreiche Zusammenarbeit in gutem Einvernehmen. "Ich möchte mich ordentlich verabschieden und werde mich bis zum Schluss voll reinhängen", betont Fielen.

 

Peter Dicke, Vorsitzender der SpVg. Porz, zeigte Respekt vor dieser Entscheidung: "Ralf hat mit uns offen kommuniziert, er hat uns frühzeitig mitgeteilt, dass er aus persönlichen und beruflichen Gründen eine Pause einlegen möchte. Wir haben dafür Verständnis und akzeptieren diese Entscheidung, obwohl wir gern mit Ralf weitergearbeitet hätten. Er ist nicht nur Trainer, sondern auch ein wichtiger Ansprechpartner für die Spieler. Wir werden nun gemeinsam alles dafür tun, dass wir weiterhin eine erfolgreiche Bezirksliga-Saison spielen. Das hat oberste Priorität." Ein Nachfolger für Ralf Fielen steht noch nicht fest.

 
Mäßige Nullnummer
FC Rheinsüd Köln - SpVg. Porz 0:0

11.03.2018:

Wenn ein Keeper nach einem Match einen zufriedenen Eindruck macht, einer seiner Offensivkollegen hingegen nicht, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Partie mit einem torlosen Remis zu Ende ging. So geschehen am Sonntag im Sürther Feld, nach dem Abpfiff des Bezirksliga-Punktspiels FC Rheinsüd Köln gegen SpVg. Porz. Der Tormann war Christian Zyzniewski, sein Kamerad der Offensivakteur Ladji Koulibaly. Ihr gemeinsamer Nenner: "Mit dem Punkt können wir leben."

 

Nach dem 0:0 beim Tabellenvierten Rheinsüd blieb die SpVg. Porz damit im zweiten Auswärtsspiel in Folge ungeschlagen, an die Partie wird sich aber kaum einer der Zuschauer lange erinnern. Bei guten äußeren Bedingungen sahen sie einen recht müden Frühlingskick beider Mannschaften. Wie vermutet, begann das Spiel sehr verhalten. Beide Teams schienen zunächst auf Sicherheit bedacht. Die Porzer standen tief, machten die Räume in der Verteidigung eng und ließen den - den Ball und das Spiel kontrollierenden - Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Konsequenterweise gab es in der ersten Viertelstunde nur eine Torchance der Gastgeber zu bestaunen, aber die hatte es in sich, denn der Ball traf den Pfosten den Porzer Tores (15.). Anschließend neutralisierten sich die Kontrahenten gegenseitig, nur ab und an musste Torhüter Christian Zyzniewski eingreifen. Diese Aufgaben erledigte er sehr souverän.

 

Die erste Aktion in der zweiten Halbzeit gehörte den Porzern. Nach einer scharfen Hereingabe verfehlte Nils Jansen aber das leere Tor (46.). Anschließend wollte vor allem Rheinsüd mehr aus dem Spiel machen und hatte die klareren, aber keine zwingenden Chancen. Wirklich Handfestes kam nicht dabei heraus, sodass es ein mäßiges Bezirksligaspiel blieb. Nur für die Verantwortlichen an der Seitenlinie war das Geschehen nervenaufreibend, weil jedem Angriff des einen Teams ein verlorener Zweikampf oder Fehlpass des anderen vorausging. Schließlich hatten die Hausherren doch noch die Möglichkeit zur finalen Entscheidung: Der Schiedsrichter entschied nach einem Handspiel im Porzer Strafraum auf Elfmeter (78.). Doch Christian Zyznewski behielt die Ruhe und wehrte den flach geschossenen Strafstoß sicher ab, hielt ihn sogar fest (79.). Anschließend war keine Mannschaft mehr in der Lage, das Tor des Gegners ernsthaft zu gefährden, sodass es beim torlosen Unentschieden blieb.

 


Edelfan Heinz Rothes (r.) freute sich mit Christian Zyzniewski über den Punktgewinn.

 

Der Vorsitzende der SpVg. Porz Peter Dicke gab sich betont ergebnisorientiert: "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Wir können zwar mit dem Spiel nicht unbedingt zufrieden sein, mit dem Punkt aber schon. Mehr war heute einfach nicht drin."

 

Aufstellung SpVg. Porz:
Christian Zyznieswski (TW), Marc Franke, Daniel Varol, Nils Jansen (72. Kenji Yamamoto), Okan Adas (46. Jan Bruns), Mike Fielen (79. Sinan Soycan), Baran Tatu, Ladji Koulibaly, Kevin Gaul, Patrick Wart, Tim Tonat

 

Tore SpVg. Porz:
-

 
Erfolgreiche Abwehrschlacht
Heiligenhauser SV - SpVg. Porz 0:1 (0:1)

04.03.2018:
Sie mussten lange zittern um diesen Auswärtssieg. Doch am Ende jubelten die Bezirksliga-Kicker der SpVg. Porz über den 0:1-Auswärtssieg beim Heiligenhauser SV. Sie gerieten in einen regelrechten Sturmlauf, konnten sich aber auf einen überragenden Keeper verlassen.

 

Der Sieg beim Favoriten, einem der stärksten Heimteams der Liga, war nicht zu erwarten, umso glücklicher waren die Porzer Verantwortlichen nach dem Schlusspfiff. "Wir konnten nicht mit einem Punktgewinn rechnen", sagte Trainer Ralf Fielen. Er gestand zugleich: "Es war eine Abwehrschlacht - der Gegner war bärenstark und hat uns hinten reingedrückt." Vorwerfen wollte er seinem Team jedoch nichts. Höchstens, dass die Umschaltgelegenheiten in der Endphase, als Heiligenhaus aufmachte, leichtfertig verspielt wurden. "Das Chancenplus lag aber deutlich beim HSV. Der Sieg war glücklich, aber auch hart erarbeitet.“ Im Porzer Kasten überragte Christian Zyzniewski, der schwerste Bälle parierte und festhielt.

 

Es war von Anfang an ein hochintensives Spiel, in der die Porzer schon mit ihrem ersten Angriff den Treffer des Tages erzielten. Ladji Koulibaly legte quer auf Nils Jansen, der gegen die Laufrichtung des Torhüters einschob (1.). In den Anfangsminuten hatte die Sportvereinigung dann sogar noch weitere Chancen, die Führung auszubauen. Aber Mike Fielen (5.) und Ladji Koulibaly (8.) scheiterten jeweils knapp. Doch ab der 10. Minute begann das, was Ralf Fielen nach der Partie mit "Abwehrschlacht" beschrieb. Heiligenhaus kämpfte um den Ausgleich, die Sportvereinigung verteidigte "mit Mann und Maus" - bzw. mit dem heute unbezwingbaren Christian Zyzniewski auf der Linie, mit großer mannschaftlicher Geschlossenheit, aber auch mit Hilfe von Pfosten und Latte. "Zum Ende hatten wir einfach das Glück auf unserer Seite, was uns gegen Geyen und Flittard noch gefehlt hatte", freute sich der Trainer.

 

Dazu hatte er allen Grund. Denn im Grunde spielte der klar überlegene Heiligenhauser SV fast in der gesamten ersten Halbzeit auf ein Tor. Die Porzer verteidigten aber geschickt in der eigenen Hälfte und hatten bei einigen brenzligen Situationen das notwendige Glück. Und wenn dann trotzdem etwas aufs Tor kam, war da ja auch noch Christian Zyzniewski, der insbesondere mit zwei Riesenparaden kurz vor dem Halbzeitpfiff die gegnerischen Stürmer schier zur Verzweiflung trieb (45.). Auch im zweiten Spielabschnitt machten die Hausherren Druck und drängten die Gäste erneut in die eigene Hälfte. Der Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit. Das Porzer Tor lag unter Dauerbeschuss, teilweise war es ein regelrechtes Trommelfeuer. Aber Christian Zyzniewski parierte ein ums andere Mal, zweimal knallte der Ball an den Pfosten (62./68), einmal an die Latte (73.) und mehrere Male warfen sich die leidenschaftlich kämpfenden Porzer in die Schüsse und klärten auf der Linie. Als Heiligenhaus dann mit dem Mut der Verzweiflung alles nach vorn warf, hatten die Porzer sogar noch einige Konterchancen. Kenji Yamamoto (86.) und Ladji Koulibaly (88.) scheiterten aber am Torhüter der Hausherren. Nachdem schließlich die vierminütige Nachspielzeit schadlos überstanden war, jubelten die Porzer über den unerwarteten Auswärtserfolg.

 


Vorsitzender Peter Dicke (l.) und Torwarttrainer Norbert Lissewski (r.)

gratulierten Christian Zyzniewski zu seiner vorzüglichen Leistung.

 

"Natürlich haben wir heute sehr viel Glück gehabt", befand auch der 1. Vorsitzende der SpVg. Porz Peter Dicke. "Aber dieses Glück haben wir uns durch sehr, sehr hohe Leidenschaft und den Willen, eine Abwehrschlacht zu liefern, verdient. Man kann nicht immer nur schönen Fußball spielen, heute waren andere Dinge gefragt. Und die hat die Mannschaft sensationell erledigt.“

 

Aufstellung SpVg. Porz:
Christian Zyzniewski (TW), Marc Franke (64. Besnik Kurteshi), Daniel Varol, Nils Jansen, Mike Fielen (83. Alexander Nilsson), Ladji Koulibaly, Baran Tatu, Kevin Gaul (83. Kenji Yamamoto), Patrick Wafo, Tim Tonat

 

Tor SpVg. Porz:
0:1 Nils Jansen (1.)

 
Trainer wechseln sich selber ein
SpVg. Porz - SpVg. Flittard 0:3 (0:1)

25.02.2018:

Während nach einer Winterpause verletzte Spieler eigentlich auf den Trainingsplatz zurückkehren, spitzte sich die Personalsituation beim Bezirksligisten SpVg. Porz in dieser Woche weiter zu. Verletzungen, Krankheiten und Sperren ließen den Kader so zusammenschmelzen, dass sich Trainer Ralf Fielen und Co-Trainer Kastriot Rudi selbst auf die Kaderliste setzen ließen.

 

Nachdem auch noch Ladji Koulibaly und Kenji Yamamoto nicht zur Verfügung standen, wurde die Luft extrem dünn. Es fehlte also vorn und hinten an allen Ecken und Enden, ein Ersatztorhüter stand gar nicht zur Verfügung. So kam es, dass auch Spieler wie Lars Jansen eingesetzt wurden, die sich eigentlich noch in der Wiederaufbauphase befinden, was später sogar noch rächen sollte. Mit der SpVg. Flittard stand dann auch noch das Spitzenteam als Gegner auf dem Platz, das über die mit Abstand beste Offensive der Liga verfügt.

 

Die Gäste als Flittardt agierten von Beginn an bestimmend. Den Porzern war der Respekt anzumerken - was angesichts der deutlichen 1:6-Niederlage im Hinspiel und der personellen Besetzung auch verständlich war. Als Flittard bereits in der 11. Minute in Führung ging, befürchteten einige der Zuschauer sogar eine Klatsche. Doch Porz fing sich Mitte der ersten Hälfte, stand nun etwas höher und hatte einen besseren Zugriff auf den Gegner. Entsprechend aggressiver konnten die Rothosen den Favoriten angehen, was durchaus Wirkung zeigte: Jan Bruns mit einem Kopfball in der 24. Minute und Mike Fielen (29. Minute) kamen zu guten Chancen, die knapp ihr Ziel verfehlten. Die Flittarder hatten zwar weiterhin mehr vom Spiel, versäumten es aber, dieses Übergewicht in Chancen umzumünzen. Zudem zeigte der Porzer Torhüter Christian Zyzniewski einige herausragende Paraden. So ging es ohne weitere Tore in die Pause.

 

Im zweiten Durchgang agierten die Porzer zum Erstaunen aller nun spielbestimmend. Die Defensive agierte weiter diszipliniert, stand vor allem im Abwehrzentrum engmaschig. Und nach vorn hatten sie nun auch hervorragende Chancen. Patrick Wart mit einem Kopfball (48.), Mike Fielen mit einem Heber (52.) und Lars Jansen mit einem Schrägschuss (55.) verpassten den Ausgleich jeweils nur ganz knapp. Leider verletzte sich Lars Jansen bei seinem Torschuss erneut am lädierten Rücken und musste ausgewechselt werden. Mangels offensiver Alternativen brachte sich Trainer Ralf Fielen nun selbst ins Spiel (55.). Porz blieb auch in der Folgezeit druckvoll, erneut scheiterte Mike Fielen aus aussichtsreicher Position (60.). Natürlich ergaben sich durch die offensive Spielweise der Porzer immer wieder Kontermöglichkeiten für die Gäste. Eine dieser Möglichkeiten führte zur Vorentscheidung (75.). Zwar versuchte sich nun auch Co-Trainer Kastriot Rudi in der Offensive, aber natürlich war das Spiel entschieden, erst recht nach dem dritten Tor der Gäste (83.), das allerdings aus klarer Abseitsposition erzielt wurde.

 

Der vermutlich älteste Sturm der Bezirkliga: Kastriot Rudi (l.) und Ralf Fielen

 

Der 1. Vorsitzende der SpVg. Porz fasste das Spiel aus seiner Sicht so zusammen: "Flittard hat verdient gewonnen. Für uns war es tödlich, dass wir so schnell in Rückstand geraten sind. Das hat dem Gegner in die Karten gespielt. Aber wir haben das dann noch in der ersten Halbzeit abgeschüttelt und anständig Fußball gespielt. Die Mannschaft hat gefightet und alles versucht, leider haben wir das Tor nicht geschossen."

 

Aufstellung SpVg. Porz:
Christian Zyzniewski (TW), Daniel Varol, Nils Jansen, Mike Fielen (75. Kastriot Rudi), Jan Bruns, Baran Tatu, Patrick Wafo, Besnik Kurteshi, Lars Jansen (55. Ralf Fielen), Alexander Nilsson, Patrick Wart (60. Ibrahim Karaaslan)

 

Tore SpVg. Porz:
-

 
"Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren"
SpVg. Porz - SC
Germania Geyen 1:3 (0:1)

18.02.2018:

Leider standen Ralf Fielen, dem Trainer der SpVg. Porz, heute eine ganze Reihe Spieler nicht zur Verfügung. Mit Durdu Varol, Lars Jansen, Marc Franke, Kevin Gaul, Kadirhan Basoglu und Christian Zyzniewski fehlten wichtige Stützen des Porzer Spiels. Dies wollte der Ralf Fielen aber nicht als Entschuldigung für die 1:3-Niederlage gegen den SC Germania Geyen gelten lassen: "Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht und nur wenig zugelassen. Das 0:1 fiel dann sehr unglücklich mit dem Pausenpfiff. Dasselbe Bild nach der Pause - wir müssen den Ausgleich machen, Geyen macht auf den anderen Seite mit dem ersten Schuss der zweiten Halbzeit das 0:2. Danach mussten wir öffenen, der Gegner hat dann - auch durch strittige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns - sehr viele Räume bekommen. So kommt das Endergebnis zustande."

 

In der Tat beherrschten die Rothosen in der ersten Halbzeit das Geschehen und hatten schon in der Anfangsviertelstunde drei erstklassige Torchancen, die jeweils von Baran Tatu über die linke Seite vorbereitet wurden. Zunächst bekam Ladji Koulibaly den Ball nicht richtig unter Kontrolle (5.), kurze Zeit später scheiterte Kenji Yamamoto am Gästekeeper (12.) und schließlich schaufelte Patrick Wart das Spielgerät freistehend aus zentraler Position über das Tor (15.). Auch in der Folgezeit drückten die Hausherren, die Gäste hatten in dieser Phase keinen einzigen Abschluss. Gleich mehrere Male entschied das Schiedsrichtergespann in knappen Situationen auf Abseits gegen Porz, oft sehr zum Unmut der Porzer Fans, die diese Aktionen anders gesehen hatten. Als sich schon alles auf den Halbzeitpfiff eingerichtet hatte, gab es noch einen letzten Freistoß für die Gäste. Die weite Flanke wurde mit dem Kopf auf einen Geyener Stürmer verlängert, wobei die gesamte Porzer Abwehr Abseits reklamierte. Aber diesmal blieb die Fahne des Schiedsrichterassistenten unten und der Pfiff des Unparteiischen aus, sodass der Geyener Stürmer keine Schwierigkeiten hatte, zur Führung einzuschießen (45.). Die erste Chance gleich genutzt: Die alte Fußballweisheit, dass der, der die Tore vorne nicht macht, sie hinten rein kriegt, hatte sich wieder einmal schmerzlich bewahrheitet.

 

In der zweiten Halbzeit drängten die Porzer auf den Ausgleich, wirkten jedoch hektischer und nicht mehr so spielsicher wie in der ersten Hälfte. Trotzdem ergaben sich wieder große Torchancen. Die größte hatte Baran Tatu, als er mit einem raffiniert geschnittenen Ball nur den Pfosten traf (68.). Porz drückte weiter. Nils Jansen wurde in der Vorwärtbewegung gefoult, was der Schiedsrichter aber nicht ahndete. Geyen nutzte den Raumgewinn zu einem schnellen Konter und schloss diesen erneut gnadenlos effizient zum 0:2 aus (78.). Porz rückte nun noch weiter auf und fing sich erneut einen Konter, der zur endgültigen Entscheidung führte (84.). Zwar schaffte Ladji Koulibaly noch das 1:3 (88.), aber dieser Treffer fiel zu spät, um noch an eine Wende zu glauben. In der Nachspielzeit stellte der insgesamt unsicher wirkende Schiedsrichter noch zwei Porzer Spieler vom Platz. Gökhan Dumlupinar (90.) und Torhüter Lukas Tschunitsch (90.+2) erhielten wegen angeblicher Beleidigungen ihrer Gegenspieler jeweils die Rote Karte, wobei die Akteure die ihnen zugeschriebenen Äußerungen bestritten und sich jedenfalls im Fall des Porzer Keepers auch die Gästespieler für ihn verwandten. Aber der Referee blieb bei seinen Entscheidungen, die in dieser Phase des Spiels jegliches Fingerspitzengefühl vermissen ließen. Ralf Fielen kommentierte dies nicht: "Wir haben heute Chancen liegen lassen, die wir einfach machen müssen. Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben."

 


In der Nachspielzeit musste sich Feldspieler Tim Tonat (r.) das Torhütertrikot überstreifen.

(für eine größere Version auf das Foto klicken)

 

 

Aufstellung SpVg. Porz:
Lukas Tschunitsch (TW), Nils Jansen, Mike Fielen, Jan Bruns, Ladji Koulibaly, Baran Tatu, Alexander Nilsson (77. Gökhan Dumlupinar), Marcel Kaaf, Patrick Wafo, Kenji Yamamoto (70. Besnik Kurteshi), Patrick Wart (77. Tim Tonat)

 

Tor SpVg. Porz:
1:3 Ladji Koulibaly (88.)

 
Einzug der Mitgliedsbeiträge
erfolgt am 1. Februar 2018

01.02.2018:
Der Einzug der Mitgliedsbeiträge der Seniorenabteilung für das erste Halbjahr 2018 erfolgt turnusgemäß im SEPA-Lastschriftverfahren am 1. Februar 2018. Bitte denken Sie daran, uns rechtzeitig über eventuelle Änderungen Ihrer Bankverbindung zu informieren. Sie helfen uns damit, unnötigen Verwaltungsaufwand und Kosten zu sparen. Für jeden nicht eingelösten Einzug werden dem Verein von der Bank hohe Gebühren, mindestens jedoch 8,00 €, in Rechnung gestellt.

 

 

Die SpVg. Porz ist stolz auf alle Mitglieder - sowohl auf diejenigen, die dem Verein auch in schweren Zeiten die Treue gehalten haben, als auch auf diejenigen, die neu zu uns stoßen. Wir freuen uns über diesen Ausdruck echter Verbundenheit.

 
Countdown zur Rückrunde
begann am 11. Januar 2018

11.01.2018:

Die Winterpause ist zu Ende. Am 11. Januar 2018 startete die SpVg. Porz in den Countdown zur Rückrunde. Die intensive Vorbereitungsphase beginnt am 14. Januar 2018 mit einem Freundschaftsspiel gegen den FC Hürth II und umfasst eine Reihe weiterer Testspiele.

 

Die bisher vereinbarten Spiele sind nachstehend aufgelistet, kurzfristige Änderungen werden an dieser Stelle und auf der Facebook-Seite des Vereins veröffentlicht.


Wir laden Sie sehr herzlich ein, die Mannschaft bei den Vorbereitungsspielen zu unterstützen! Die Heimspiele der SpVg. Porz finden wie gewohnt im Autohaus-Schmitz-Sportpark >>> in Köln-Porz statt.

 

Sonntag, 14. Januar 2018, 13:30 Uhr

 

FC Hürth II - SpVg. Porz 4:2

Sonntag, 21. Januar 2018, 14:30 Uhr

 

SpVg. Porz - SV Homburg-Nümbrecht 0:3

Freitag, 26. Januar 2018, 19:30 Uhr

 

GSV Prometheus Porz - SpVg. Porz 1:5

Sonntag, 28. Januar 2018, 15:00 Uhr

 

SV Altenberg - SpVg. Porz

Freitag, 2. Februar 2018, 19:30 Uhr

 

BW Königsdorf - SpVg. Porz 3:2

Sonntag, 4. Februar 2018, 15:00 Uhr

 

SpVg. Porz - Viktoria Frechen 1:4

Mittwoch, 7. Februar 2018, 19:30 Uhr

 

SV Bensberg - SpVg. Porz abg.

Mittwoch, 14. Februar 2018, 19:45 Uhr

 

SV Deutz 05 - SpVg. Porz

Sonntag, 18. Februar 2017, 14:30 Uhr

Meisterschaftsnachholspiel

SpVg. Porz - SV Germania Geyen

Sonntag, 25. Februar 2017, 15:00 Uhr

Rückrundenauftakt

SpVg. Porz - SpVg. Flittard

 
 
Zu den Nachrichten des Jahres 2017 >>>